Architecture

Berufsschule Meran

Der Neubau der Berufsschule Meran liegt im Gewerbegebiet Untermais. Dort herrscht ein Gewirr von verschiedenen Architekturelementen. Jedes Bauwerk hat seine eigene Ästhetik und keines nimmt auf seine Nachbarn Rücksicht. Die Stellung der Bauten zueinander und zur Himmelsrichtung ist meist zufällig und von der optimalen Ausnützung der Parzellen bestimmt.
In so einem Gewirr ist ein einfacher Bau wohltuend. Das Grundstück der Berufsschule liegt zudem an zwei Straßenkrümmungen, die ziemlich unübersichtlich sind. Hier kann ein lang gezogener, ruhiger Baukörper die Verkehrssicherheit verbessern.
Der Entwurf der Berufschule Meran verzichtet auf komplizierte Raumfolgen und ist auf einem verständlichen Konzept aufgebaut. Ein Rückgrat, das alle Nebenräume aufnimmt wird von zwei Gängen begleitet, an denen die Unterrichtsräume liegen. Von diesen zwei Hauptstraßen gehen die Seitenwege zu den einzelnen Abteilungen ab. Man findet sich leicht zurecht.
Der Pavillon auf dem Dach ist angesichts der beschränkten Freiflächen eine Klasse im Freien und ein schöner Pausenbereich in dem man auch einmal laut Karten spielen kann ohne andere zu stören.
Das Dach der Tischlerei wird als Garten genutzt, der abgesenkte Innenhof als Spielplatz.
Fast tausend junge Menschen werden in der Berufschule Meran ausgebildet. Schneider, Grafiker, Mechaniker, Tischler, Friseurinnen, Maskenbildnerinnen. Für jeden Ausbildungszweig gibt es einen eigenen Trakt. Der Grundriss funktioniert wie eine kleine Stadt mit Gassen, Plätzen und Treppen. Die Jugendlichen der verschiedenen Handwerke treffen sich in den Pausen, die Tischler bauen für die Friseusen Kästchen und kriegen dafür einen modischen Haarschnitt verpasst. Eine schöne, lebhafte Gemeinschaft hat sich da gebildet.